Samstag, 18. April 2009

Gedanken zum Nachmittag

Ich sitze hier bei meinem lieben Schatz daheim und mir ist langweilig. Er ist gerade bei seinen Eltern und er smste mir kurz, dass es später wird.

Das ist etwas was ich mag. Er teilte mir mit, dass es später wird. Er weiss, dass es mir wichtig ist sowas zu wissen. Eigentlich weiss er von so ziemlich allem, was mir wichtig ist. Nur ich weiss nichts von ihm in diese Richtung. Er kann nicht gut über Gefühle oder was ihn bewegt reden, eigentlich über allgemein wenig, also was so passiert oder los ist in seinem Leben.

Ich bin da das pure Gegenteil. Ich teile mich ihm gerne mit und teile gerne mein ganzes Leben mit ihm. Klar, ich hätte es gerne, wenn er mehr so wäre wie ich, aber das kann ich nicht ändern, jedenfalls nicht so bald.

Ich habe beschlossen mich in Geduld zu üben was ihn angeht, oder es zumindest zu versuchen.

Leider gab es im Vorfeld unserer Beziehung und auch währenddessen viele dunkle Stunden und auch Streit. Aber ich liebe diesen Mann.

Ich versuche mal folgendes "RESET"! Genau ich drücke jetzt diesen Knopf, vergesse diesen ganzen blöden Miststreit rund um das Thema Frankreich und seine Ex. Ich vergesse es einfach. Klar, dachte ich wahnsinnig schlecht über seine EX (siehe letzter Blogg), aber ich habe aus Wut aus der Situtation heraus geschrieben. Leider bin ich so, also so aufbrausend. So schlimm kann sie ja nicht sein, immerhin war mein Schatz ein Jahr mit ihr zusammen. Wenn die ganze Sache nicht so obscur passiert wäre, würde ich sie wahrscheinlich sehr mögen.

Ob Sephi nun einen Fehler gemacht hat oder nicht (und dazu nicht Stellung genommen hat) ist mir langsam auch egal.

Es war wie ein kleiner Stein, der einen Hang zum abstürzen gebracht hat und immer mehr Steine rollen deswegen hinterher. Ich möchte das aufhalten. Ich habe keine Lust mehr! Es ist anstrengend und es macht keinen Sinn. So und drumm jetzt "RESET" Die Sache mit dem Silvesterstein und daraus resultierende hat nie statt gefunden! Aaaahh schönes Gefühl.

Was ich wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen werde ist meine Eifersucht. Aber ich denke das liegt an meiner Verlustangst, also die Angst ihn zu verlieren oder er was besseres findet. Ich persönlich lehne jetzt wo ich in einer Beziehung bin jegliche Flirtereien oder anzügliche Gespräche ab. Ich würde das als Verrat ihm gegenüber empfinden. Früher hat man sich noch gerne locker über erotische Fantasien mit Freunden unterhalten, Sexgeschichten gesponnen oder über Vorlieben. Das würde ich heute nicht mehr tun, ich würde mich schlecht dabei fühlen, als ob ich ihn hintergehe. Ich hoffe, dass mein Schatz das auch so sieht. Ich möchte nur ihm gehören mit Laib und Seele.

So und weils so schön war mach ichs nochmal "RESET". Mit dem Reset verabschiede ich auch jeglichen Zorn, böse Worte und Groll gegen Personen, die auch mit in dieser Steinlawine waren. Ich denke sie wissen wer gemeint ist und da mindestens eine Person es liest denke ich, dass es auch dort landet.

Mittlerweile habe ich mir ein Bier aufgemacht und warte mal bis mein Mann heimkommt.

Daneben hoffe ich natürlich weiterhin, dass mein Schatz sich mir gegenüber mehr öffnet und mehr an seinem Leben teilhaben lässt. Aber das braucht Zeit und versuche Geduld zu haben, denn ich liebe ihn wirklich. Ich bin so offen und ehrlich zu ihm und hoffe, dass er es auch zu mir ist und mir nichts verschweigt oder mich anlügt. Wenn er mich ebenso liebt wie ich ihn, und es fühlt sich so an, so denke ich, dass er aufrichtig zu mir ist.

So und nun ist schluss! Wünsche allen ein schönes WE und helft mir gegebenenfalls mich an mein RESET zu erinnern.

Montag, 12. Januar 2009

Ex-Partner

Tja, der Titel sagt nicht viel darüber, warum ich diesen gewählt habe, ganz einfach aus aktuellem Anlass. Am Besten ich beschreibe mal grob die Vorgeschichte.

Hiven teilte mir vor einer Woche mit, dass seine Freunde und er darüber gesprochen haben, im September nach Südfrankreich zu fahren. Er fragte mich direkt, ob ich nicht mitkommen möchte. Ich musste ihm jedoch mitteilen, dass ich seine Freunde erst kennenlernen möchte - ich fremdle sowieso schon - bevor ich mit ihnen in den Urlaub fahre. Res und Yvonne haben alle beteiligten für den Sonntag eingeladen um den Urlaub zu besprechen, auch mich. Leider hat es mein Liebster ein bisschen vergessen (isch nöd schlimm) mich darüber zu informieren. Res tat das direkt selber. Ich war skeptisch, da ich wusste, dass die Ex-Freundin von Hiven da sein wird. Nach langem hin und her und diversen lieben Überredungskünsten von Res und Yvonne entschied ich mich dazu am Sonntag mitzukommen.

Am Sonntag Morgen teilte ich dann Hiven mit, dass ich auf keinen Fall mit in den Urlaub fahren möchte, wenn seine Ex-Freundin mitkommt. Auch wenn ich sie nicht kenne, hege ich eine gewisse Abneigung gegen diese Person. Der Schmerz von Silvester sitzt zu tief, als dass ich sie einfach ganz uneingenommen kennen lernen kann. Kurz und gut, wir sind nach Zürich-Seebach ins Heim von Yvonne und Res gefahren. Martina (die Ex) war noch nicht da. Wir unterhielten uns sehr gut, Yvonne und Res sind wirklich sehr liebe Menschen. Und dann kam sie...

Tja... mein erster Gedanken: "Bei den Göttern, was ist denn das für eine Tussi und mit sowas war mein Hiven ein Jahr lang zusammen??????". Die weiteren Gedanken waren ehrlich gesagt auch nicht viel besser. Sie ist so anders als ich. Auch anzumerken, ihre Bemerkung in Bezug auf Chefs: "Zum Glück bin ich mein eigener Chef". "Weil du blondes Tussi Blumen binden kannst, von denen ich sowieso nichts halte, da es keinen Sinn macht Blumen über den halbe Welt zu karren, glaubst du du seist was besseres als ich?" Ohh ja, meine Gedanken dieser Person gegenüber waren nicht sehr nett. Ich denke es liegt Grösstenteils an dem Nachgefühl von Silvester. Aber erstaunlich finde ich es schon, mir ihr war er ein Jahr zusammen, und nun mit mir - dem scheinbaren Gegenteil. Hat sich sein Geschmack geändert oder so? Ach ich komme nicht drauf, es verwirrt mich nur.

Doch waren meine Expartner besser? Nein, das würde ich nich sagen... fangen wir bei meiner ersten Liebe an.

Thomas
Thomas Fakten sind schnell erzählt, 2,00 m gross, 109 kg schwer, schwarze kurze Haare, 19,5 Jahre älter als ich, wohnhaft in Düsseldorf, Ingenieur für Heizungs- und Regelungstechnik, ein Kontrollfreak, gewalttätig, versoffen, besserwisser usw. Rückblickend wäre es mein Ende gewesen, wenn ich länger bei diesem Mann geblieben wäre.

Michele
Klein, dürr, 9 Jahre älter als ich, Detailhandel, Italiener, langweilig, ich-bezogen, beschränkter Horizont. Nein, das wäre auch nicht meine Zukunft gewesen. Solange ich jedoch nach seiner Pfeiffe getanzt habe, war die Welt in Ordnung.

Michi
1,78 m gross, schlank, grossfläche Verbrennungsnarben am Körper, lange braune Haare, Metal-Freak, von sich selbst sehr überzeugt, Azubi zum Strassenbauer, ein Jahr älter als ich, krankhaft eifersüchtig, Kontrollfreak. Ein Mann der mich eigentlich nur eingesperrt hat, bin froh, dass ich ihn los bin.

Martin
1,75 m gross, eher dünn, rote Haare, Landwirt, verständnisvoll, zu lieb, ideenlos, konservativ. Nein, eine Zukunft als Bäuerin konnte ich mir eigentlich auch nicht vorstellen, obwohl ich sehr viel Spass hatte an der Arbeit mit Tieren.

Hans-Peter
1,70 m gross, normal, Haare auf dem Rücken, Geschäftsführer, Luxusjunkie, albern, keine Familienaussichten. Ach Hanspeter mag ich eigentlich heute noch gut, aber als Partner war er nicht das richtige für mich. Seit wir uns getrennt haben, hat er sich einen Porsche und ne grössere Yacht gekauft, aber darauf kann ich verzichten. Mit ihm wären Dinge wie zelten eh nie möglich gewesen.

Zusammengefasst und wenn ich so drüber nachdenke kann ich sagen, dass ich meinen Hiven liebe, und er das Beste ist, was mir jemals begegnet ist. Meine Ex Partner würden auch ihn zum nachdenken animieren. Aber sind wir denn nicht auf der Suche, bis wir den Richtigen Partner gefunden haben? Ich denke schon. Wir müssen uns ausprobieren, um zu wissen, was wir genau wollen und ich glaube ich habe es gefunden. Ich liebe dich Hiven:-)

Sonntag, 4. Januar 2009

Nackte Feuerwehr

Tja, der Titel sagt schon einiges, worüber ich nun berichten werde, doch nicht alles und nur einen Bruchteil dessen, was sich in der Nacht vom 03. auf den 04. Januar zugetragen hat. Drum, schön weiter lesen und nicht nur die Bilder anschauen:-)

Am Samstag beschloss ich meinen Liebsten mal anzurufen, mich nach seinem Befinden zu erkundigen und ihn zu fragen ob er Besuch von mir haben mag. Der arme war seit Silvester krank, doch es ging ihm schon wieder gut und er wollte doch gerne, dass ich ihn noch schnell besuche. Also habe ich mich fluxs ins Auto gesetzt und nach St. Gallen gedüst. Langsam kenne ich die Strecke auch auswenig. Rund 1h und 45 min. später bin ich bei Hiven eingetroffen und wir wollten uns einen gemütlichen Abend machen. Bei einem Glas Rotwein, einem Bärenfang und Wasabinüssen machten wir es und vor dem Fernseher gemütlich und kuckten Tudors. Einfach fantastisch die Kostüme und vor allem die Menschen sooo schön. Wohl angregt durch das tun auf dem Bildschirm begaben wir uns nach dem Film in unsere Kremanate um...hmmm... zu kuscheln. Gerade als wir sooo schön fertig gekuschelt hatten, stieg uns ein eigenartiger Geruch in die Nase.

Wie von der Tarantel gestochen sind wir beide nackt aufgesprungen und ins Wohnzimmer geeilt um zu sehen woher dieser Geruch kam. Das Bild was sich uns bot war nicht gerade schön. Eine der Kerzen, die auf dem Fernseher stand hatte diesen in Brand gesetzt und der Fernseher lief noch immer. Ich weiss nicht warum, aber wir beide taten das was wir zu tun hatten, ganz instinktiv. Hiven holte den Feuerlöscher, löschte den Brand, zog schnell die Kabel vom Fernseher und ich öffnete schnell alle Fenster. Wohl bemerkt, das alles taten wir nackt. Der Qualm und der Gestank war Erdrückend. Schnell eilten wir aus dem Wohnzimmer, schlossen die Türe und liessen es ausqualmen. Uff, darauf brauchten wir erstmal einen Bärenfang. Da es aber doch langsam kalt wurde suchten wir uns Klamotten. Langsam wurde uns bewusst was alles hätte passieren können. Der Fernseher hätte explodieren können, wir hätten einschlafen und den Brand nicht bemerken können, wir hätten eine Rauchvergiftung bekommen können usw. Ich hatte sehr grosse Angst um Hiven, als er das Feuer gelöscht hat. In dieser Situation wurde mir eines bewusst, ich liebe Hiven, er ist das was ich gesucht habe für mein Leben. Manchmal muss erst etwas passieren, damit man sich bewusst wird, dass man jemaden liebt. Nachdem wir den Schrecken verdaut hatten machten wir noch schnell ein paar Erinnerungsfotos.Die Decke über dem Brandherd war komplett schwarz.
So und danach sahen wir so aus. Schwarz im Gesicht, aber froh, dass keinem etwas passiert ist.Um den Gestank und den Dreck loszuwerden haben wir erst einmal geduscht. Leider war es uns nicht möglich im Schlafzimmer zu übernachten, da auch da alles verqualmt war. Hiven holte kurzerhand die Matraze und das Bettzeug und baute unser Nachtlager in seinem Allerleizimmer auf.

Denn Sonntag verbrachten wir damit die schlimmsten Schäden des Brandes zu beseitigen, was gar nicht so einfach war. Überall lag winzige Plastikasche, sogar im Badezimmer. Den Staub vom Feuerlöscher konnten wir einfach aufsaugen, aber die Wohnung muss wohl komplett neu gestrichen werden, fast das ganze Wohnzimmer ist nun grau.Das Wichtigste, keinem ist etwas passiert, wir sind wohl auf und haben uns lieb:-) Ich bin froh, dass Hiven einen Feuerlöscher hatte und mal wieder ist er mein Held. Ich bin stolz auf ihn, wie er gehandelt und einen kühlen Kopf bewahrt hat.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Die schlimmste Zeit des Jahres

Die Weihnachtsfeiertag sind traditionsgemäss für mich die schlimmsten des Jahres. Mich regen weder die Weihnachtslieder im Radio (ok ein bisschen), noch die Kosumgesellschaft (da muss man ja nicht mitmachen) und auch nicht die Dekoration auf. Aber jedes Jahr zu Weihnachten passiert etwas schlimmes.

Letztes Jahr habe ich mich mit meiner Schwester zerstritten und zwar richtig heftig. Wir hatten immer unsere Differenzen, aber so schlimm war es noch nie. Wir haben uns jedoch im Laufe des Jahres wieder vertragen.

Dieses Jahr war wohl ein Krach mit meiner Mutter fällig. Die ganzen Feiertage über hat sie mich spühren lassen, dass sie von meiner Lebensweise nicht so viel hält, dass meine Schwester alles besser macht und sowieso der bessere Mensch ist. Normalerweise würde ich diese verletzenden Aussagen einfach hinunter schlucken, doch ein Schlüsselerlebnis war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. So habe ich das getan, was wohl schon überfällig war, ich habe meiner Mutter die Meinung gesagt. Ziemlich böse und heftig in dem Moment, aber ich war auch verletzt. Jedes Jahr nehme ich mir vor, daheim zu bleiben und Weihnachten nicht bei meiner Familie zu feiern und ich schaffe es doch nicht. Zu oft war dieses Fest voller Streit und negativer Energie.
Danach habe ich die Wohnung verlassen und bin zu meinem Auto gegangen. Ich habe erst Mal meinem Liebsten eine Sms geschrieben, (obwohl ich ihn dieses Jahr nicht mehr sehen wollte) da ich mich einfach jemandem mitteilen musste. Er hatte Verständnis für mich und ich bin zu ihm gefahren. Da er noch bei seiner Grossmutter eingeladen war, hat er mich kurzerhand einfach mitgenommen. Ich lernte seine Familie kennen, die sehr herzlich und freundlich zu mir war. Ein schöner Moment und ein neues Erlebnis in einer intakten Familie zu sitzen und ein kleines bisschen dazu gehören zu dürfen. Ich blieb noch ein paar Tage bei meinem Schatz zu besuch und genoss es sehr in seiner Nähe zu sein. Er gibt mir viel, sehr viel. Er schenkt mir Liebe, Geborgenheit und das Gefühl, dass ich zu was nütze bin.

Am 28. hatten wir noch unsere Freundefeier bei Madeleine zu Hause. Es war ein sehr schöner Abend. Gutes Essen, liebe Menschen und angenehme Gespräche. Einfach toll was Madeleine und ihre Familie da organisiert haben. Nebenbei hat Familie Schindler den schönsten Weihnachtsbaum, den ich je gesehen habe. Mal sehen, vielleicht habe ich auch mal meinen eigenen Weihnachtsbaum.

Morgen ist der letzte Tag im Jahr und es sah so aus, als ob ich den Abend alleine verbringen müsste. Doch ich habe zwei Freudne gefunden, die auch alleine wären, so tun wir uns zusammen. Dennoch wird es für mich ein trauriger Abend. Mein Liebster teilte mir vor einigen Tagen mit, dass er an Silvester schon etwas vor hat, noch ehe ich ihn fragen konnte, was er macht. Ich schreibe es ungern, doch es tut mir sehr weh, dass er mich an diesem Abend offensichtlich nicht bei sich haben will. Ich weiss, dass du das liest, aber du kannst es ruhig wissen. Ich denke mir, dass er wohl kaum alleine mit jemandem sein wird. Ich möchte ihn auf keinen Fall von seinen Freunden fern halten oder dergleichen, aber ich weiss, dass ich an seiner Stelle einfach anders reagieren und agieren würde. Ich verstehe in diesem Fall seine Reaktion einfach nicht und sein Verhalten tut mir weh.

Ich freue mich dennoch auf morgen Abend. Ich weiss, dass ich morgen zwei Menschen um mich haben werde, die mich mögen und nie im Stich lassen würden. Wir werden zusammen Pizza machen Wein trinken und den Abend geniessen, dennoch weiss ich nicht, ob ich morgen meine Tränen zurück halten kann.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Trip zum Fairyball:-)

Tja die Vorgeschichte, was der Fairyball ist und warum ich da hin fahren konnte, ist in einem meiner vorderen Posts zu lesen, und nun endlich war es soweit, Hiven und ich fuhren zum Fairyball;-)

Schon am Donnerstag habe ich mit packen angefangen, ich wusste ja nicht, was ich anziehen will (weibliche Gene lassen grüssen), also habe ich alles eingepackt was in Frage kommen könnte. So wurde schnell mein grosser Rollkoffer, eine kleine Tasche und mein Beautycase voll. Ich habe einfach viel zu viele schöne Sachen im Schrank, die man nicht so oft ausführen kann.

Am Freitag den 19.12. machte ich mich dann gegen Abend mit meinem schon recht gut beladenen Jean-Pierre (mein Auto heisst so) mit der Unterstützung von Brunhild (mein Navi) auf den Weg zu Hiven nach St. Gallen. Wir bereiteten uns an diesem Abend auf unsere Weise auf die Reise vor und machten es uns gemütlich. Komischerweise musste ich feststellen, dass Hiven und ich unter dem Begriff "ich habe gepackt" etwas anderes verstehen. Ich meine mit "ich habe gepackt", dass alle meine Sachen in Taschen und Koffern sind und ich die einpacken kann. Hiven hingegen meint damit, dass 1000 Dinge in seiner Wohnung sind und er weiss, dass er diese mitnehmen will und dann noch irgendwie und irgendwann in Tüten steckt.

Viel zu früh mussten wir leider aufstehen, doch wir wollten ja früh raus um möglichst morgens zu fahren und im hellen in Utrecht anzukommen. Doch als ob ich es schon geahnt hätte, brauchte Hiven länger als ich morgens, bis er reisefertig war, er hat halt andere Vorstellungen vom packen als ich. Doch wir haben es geschafft und alle seine Sachen auch noch untergebracht in Jean-Pierre. Da Hiven das fahren mit Automat nicht gewohnt ist, übernahm er die erste Strecke. Schnell noch vollgetankt und los ging es.
Hiven ist echt ein guter Fahrer finde ich und er flucht genau so wie ich. Los gefahren sind wir im Schnee, danach kam ein bisschen Sonne, ein Stop "am goldenen Scheisshaufen" und irgendwann übernahm ich das Steuer. Doch irgendwie schien es das Schicksal nicht gut mit mir zu meinen, denn es begann zu regnen und zwar derart komisch, dass ich kaum etwas gesehen habe. Schon bald brauchte ich eine Pause und war auch hungrig. Rast machten wir an einer kleinen netten Raststätte mit Wald, doch leider hatten wir keine Sonne, sonst hätten wir glatt die Vögel beobachten können. Weiter ging es auf meiner letzten Strecke, bevor ich das Steuer wieder an Hiven übergeben habe. Er wollte die Strecke in Holland fahren, da er diese schon kannte, was mir nur recht war.
Und endlich erreichten wir das Land der Holzschuhe:-) Da dies meine erste Reise nach Holland war, war ich dementsprechend neugierig und aufgeregt. Und der erste Schock kam gleich, das Land ist flach, sehr sehr flach, man kann unheimlich weit schauen. Das Ziel Utrecht rückte immer näher und wir freuten uns auf eine heisse Dusche, ein Abendessen und unser Bett. Vor allem machte ich mir langsam Sorgen um Hiven, fuhr er doch schon so lange. Leider meinte es Brunhild nicht gut mit uns und schaltete sich ab, sobald wir in Utrecht waren. Doch Hiven, oh mein Held Hiven, bewies, dass er ein echter MacGiver ist. Er bewiess, dass ein Mann nicht mehr braucht als einen Stadplan und dann alles , aber auch wirklich alles überall finden kann. Meine Nerven waren schon längst am Ende, doch Hiven MacGiver fand den Herenweg und unsere Übernachtung. Unser B&B stellte sich als Privathaushalt eines Engländers und einer Holländerin heraus, die sehr sehr gemütlich war. Ein sauberes Zimmer mit Doppelbett, mit Bad und Toilette auf dem Flur, mit Fernseher und Kleiderschrank im Zimmer. Unser Zimmer war das chinesische Zimmer, sah aber einfach nur zuckersüss dekoriert aus und wir fühlten uns sofort wohl. Da wir doch schon sehr hungrig waren, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Utrecht um etwas zu essen. Ich musste feststellen, dass man in Holland alle Arten von Essen bekommen, besonders Frites, aber es gibt keine holländischen Restaurants. Wir fanden jedoch einen Spanier/Portugiesen, der uns gefiel. Das Essen war gut, doch wir schon arg müde und so kehrten wir zurück zu unserer Übernachtungsstätte und genossen das Badezimmer.

Mehr oder weniger ausgeschlafen starteten wir den Sonntag mit einem ausgiebigen Frühstück und einen sehr sehr sehr guten Kaffee. Heute wollten wir die Stadt ein wenig erkunden. Zwar war Sonntag, doch wir hofften, dass die Geschäfte so kurz vor Weihnachten auch Sonntags geöffnet sind. Doch erst gegen Mittag.
So besichtigten wir eine Kirche von aussen und machten es und dann in einem Kaffee bei heisser Schokolade und einer Art Apfeltorte gemütlich. Doch nicht lange blieben wir allein an unserem Tisch, ein Gast gesellte sich zu uns.
Die Lady war sehr um Hivens Gunst bemüht und kehrte mir den Rücken zu. Nach Kaffee und Kuchen konnten wir endlich durch die Geschäfte bummeln und es gabe viele Schuhläden. So im Nachhinein tut es mir leid, dass ich Hiven gezwungen habe in so viele Schuhläden zu gehen, doch er hat es tapfer ertragen;-) Wir fanden noch einen interessanten Gothicladen, wo wir beide etwas nettes von Omnia fanden. Hiven Batches und Karten und ich ein Unterwäscheset. Nun habe ich endliche was erotisches, was Hiven gefällt;-) Schon etwas ermüdet machten wir uns auf den Weg zurück um uns vor dem Abend noch eine wenig auszuruhen. Wir einigten uns darauf abends die selbe Kleidung zu tragen, wie bei unserer ersten Begegnung, doch irgendwie musste ich lachen als ich Hivens fertiges Gesicht gesehen habe, nicht weil es lächerlich oder dergleichen aussah, sondern weil die Erinnerung an die ersten gesprochenen Worte zwischen uns beiden hochkam. Hiven"mit einem Stadtplan"MacGiver finde ich alles, lenkte die Kutsche nach Maarssen. Dort angekommen, nahmen wir erst einmal unser Biobuffet ein und konnten die teilweise sehr sehr schönen Kostüme bewundern, natürlich gabs auch den einen oder anderen Fall, dessen Anblick unsere verwöhnten Augen schier erblinden liess, ich sage nur giftgrüüüüünes Pannesamt.

Im Verlauf des Abends trafen wir auch noch Menschen, die unsere Sprache verstanden, sehr nette deutsche Omniafans. Die Pforten des Theater öffneten sich und der eigentlich Teil das Abends begann. Ein Omniakonzert allein ist schon der wahnsinn und unbeschreiblich, doch dieser Abend toppte alles. Nicht nur Omnia traten auf, sondern auch noch einige andere Künstler, darunter Kelvin, Las Fuegas, Oliver und Kaat, zwei Bulgaren und Aishe. Die Holländer indess tanzen zu allen möglichen Liedern Ballfolktänze. Es war einfach nur wunderbar und eine einzige harmonische Stimmung. Und das schönste Konzert muss zu Ende gehen und so machten wir uns nach einigen Gesprächen, Fotos und Autogrammen zurück auf den Weg nach Utrecht. Dort erwartete uns ein Bett, das wir aber zurerst aufräumen mussten;-)

Der Montag ist schnell erzählt, aufstehen, heim fahren und den Abend ausklingen lassen:-)

Fazit:
  • Holland ist toll
  • Vortritt nach Hirarchie: Fahrrad, Fussgänger, Auto
  • Holländer mögen es, wenn man ihnen ins Wohnzimmer schaut
  • Holländer sind verrückt, aber sympatisch verrückt
  • Die Reise hat sich gelohnt
  • Hiven hat einen neuen privaten Spitznamen von mir bekommen, der nichts mit MacGiver zu tun hat;-) (Insider und privat)
  • Hiven kann toll Auto fahren
  • Das schönste Weihnachtsgeschenk habe ich schon bekommen
  • Brunhild mag Holland nicht
  • Der Abend war unvergesslich
  • Ich kann gleichzeitig schielen, mit den Nasenflügeln wackeln und die Zunge rollen
  • Danke, dass du mich mitgenommen hast, hdl
Alle Fotos vom Wochenende gibts hier: http://picasaweb.google.de/MariRaetia

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Narben

Mit der Klinge fahr ich langsam
meinen Unterarm hinauf.
Dann ein Schnitt, klein und flach,
und die Welt um mich blüht auf.

Schmerz schärft alle meine Sinne,
jede Faser ist gestimmt.
Und ich hör den Körper singen,
wenn der Schmerz die Last mir nimmt.

Tiefer noch ein bisschen tiefer
schneid ich in den weißen Arm.
Aus der Wunde sickert lautlos
dunkles Blut und mir wird warm.

Das Blut so rot, das Blut so rein.
Die Zeit heilt meine Wunden nicht.
Mein Blut zu sehn, ist wunderschön,
mein Blut zu sehen, tröstet mich.

Glück durchströmt den ganzen Körper.
Schmerz treibt jeden Schmerz heraus.
Um auf diese Art zu fühlen,
nehm ich all das Leid in Kauf.

Das Blut so rot, das Blut so rein ...

Ich verletze nur die Hülle.
Alles was darunter liegt,
hab ich so tief eingeschlossen,
dass es sich mir selbst entzieht.

Das Blut so rot, das Blut so rein ...

by Subway to Sally



Montag, 8. Dezember 2008

So viel wunderbares auf einmal...

Es gab oft Zeiten in meinem Leben, wo ich kein Licht gesehen habe, alles dunkel war. Ich keine Freude hatte und alles nicht in meinem Sinn gelaufen ist. In diesen Zeiten wünschte ich mir immer, dass einmal alles so läuft wie ich es will.

Nun habe ich genau das erreicht. Es ist nur Schönes passiert. So vieles, dass ich schon beinahe skeptisch werde und drauf warte, dass etwas schlimmes passiert. Irgendwie kann ich mein Glück kaum fassen. Doch der Reihe nach, was passiert ist.

Am 29. August diesen Jahres habe ich einen Mann das erste Mal in diesem Leben bewusst gesehen. Es hätte schon vorher einige Möglichkeiten gegeben, dass wir uns hätten begegnen können, doch ich halte es für Schicksal oder einen Wink der Götter, dass sich erst jetzt unsere Wege kreuzten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wer dieser Mann war, ich wusste nur, dass er etwas ganz besonderes sein muss. Ich glaube hier nicht mehr an den Zufall, aus 100 Gesichtern heraus habe ich nur das seine gesehen. Scheinbar meinte es das Schicksal gut mit uns und wir durften uns näher kennenlernen. Das Schicksal meinte es noch besser mit uns und wir durften wunderbare Gespräche haben, wunderbare Stunden verbringen und uns vieles geben. Dieses Wochenende habe ich meinen Mut zusammen genommen und mit ihm über meine Gefühle geredet. Was ich genau gesagt habe, was er fühlt und was zwischen uns ist, ist ein Geheimniss zwischen uns beiden. Soviel sei gesagt, wir sind kein Paar, aber ich persönlich bin sehr sehr glücklich so wie es jetzt ist. Es könnte nicht besser sein, als wie es jetzt ist, keiner ist unter Druck gesetzt und beide fühlen sich wohl und gut so wie es ist.

Die andere frohe Kunde: Ich kann zum Fairy Ball II fahren:-) Wir redeten dieses WE darüber und eigentlich wollte ich ja schon hin, aber da wars noch nicht die Zeit darüber zu reden, klingt jetzt komisch, aber die Umstände hätten noch nicht gestimmt darüber zu reden, dass wir da zusammen hin fahren. Aber nun stimmen diese. Zuerst habe ich auf der Homepage von dem Theater geschaut, ob es überhaupt noch Karten gibt. Mein Holländisch ist ja nicht gerade der Hit, aber das Wort "Uitverkocht" verstehe sogar ich. Aber da war noch eine Telefonnummer auf der Seite mit dem Vermerk "Uitverkocht, bel 0346-571098 voor wijzigingen in beschikbaarheid of plaatsing op de reservelijst" ahh ja, was auch immer das heisst, ich rufe an und hoffe, dass da irgendjemand Deutsch, Englisch oder Französisch spricht. Ich hatte Glück, eine sehr nette Dame die super Englisch sprach war am Telefon und das Beste, Sie hatte noch eine Restkarte für mich. Die Gute schaute auch gleich, ob "my friend from St. Gallen has already a ticket" mit oder ohne Dinner gebucht hat. Er hat ohne Dinner, also ich auch, falls wir aber Biolactoveganfleischvonglücklichentierenundgetreidemitdemgesprochenwurdedinner wollen, ist das kein Problem, das können wir nachbestellen, die haben noch "a lot of place" vor allem for "your are welcom people from Switzerland". Ohh wie nett die war am Telefon und sooo lieb hat die meine Euphorie geteilt, weil "it will be my first visit in the Netherlands" und sie versicherte mir "you are welcom". Freundliches Volk diese Holländer. Nach dem Ticket kam die nächste Hürde, Urlaub für den Montag 22.12. bekommen. Zwar ist heute Feiertag, aber ich wusste, dass mein Chef im Büro sein würde, also habe ich ihn kurz auf dem Handy angerufen und mich 100 Mal für die Störung entschuldigt, weil er nicht im Büro war. Aber er meinte, dass das schon ok ist und ich einfach sagen soll was ich möchte, er habe Zeit. Gut, also habe ich gefragt und ich bekomme frei:-) Er meinte, dass er ja wisse, dass ich immer schaue, dass alles erledigt ist und ggf. auch länger arbeite. Oh was bin ich gerade glücklich und euphorisch:-) Ich kann zum Fairy Ball und das auch noch mit einem wundervollen Menschen:-) Das Leben könnte kaum besser sein.

Doch nun kommen wieder die weiblichen Gene: Was ziehe ich an zum Fairy Ball???? Vorschläge "are realy welcom"